Wo Qualität entsteht: Ein Blick ins Werkstofflabor von BILSTEIN

Testing & Qualität
Januar 5, 2026 4 min lesen

Qualität gilt in der Automobilbranche als Standard. Doch was bedeutet Qualität wirklich jenseits von Marketingversprechen und Produktclaims? Bei BILSTEIN zeigt sich Qualität im Detail. In Prozessen, die konsequent hinterfragt werden. Und in der Bereitschaft, genau hinzuschauen. Auch dann, wenn Bauteile längst nicht mehr neu sind. Diese Geschichte führt genau dorthin. Ins Werkstofflabor von BILSTEIN. Und zu einer Frau, deren Arbeit man selten sieht, die aber ganz entscheidend zur Qualität made by BILSTEIN beiträgt.

Wenn bei BILSTEIN etwas nicht stimmt, landet es früher oder später auf dem Tisch von Sarah Sangermann. Nicht immer ein kompletter Stoßdämpfer. Manchmal ist es nur ein unscheinbares Bauteil, das auf den ersten Blick harmlos wirkt. Sarah schaut trotzdem genau hin. Denn hier geht es nicht um das große Ganze, sondern um Bauteile, die nur wenige Zentimeter groß sind. Und um Abweichungen, die sich erst unter dem Mikroskop zeigen.

Seit zehn Jahren arbeitet Sarah bei BILSTEIN in Ennepetal. Was heute ein hochspezialisiertes Werkstofflabor ist, begann mit ihr und wenigen Geräten. Ein Stereomikroskop, ein Härteprüfer. Mehr war da nicht. „Früher mussten wir viele Analysen extern vergeben. Das hat oft Wochen gedauert“, erinnert sie sich. Heute bündelt BILSTEIN diese Kompetenz bewusst im eigenen Haus. Mit kurzen Wegen, direktem Austausch und deutlich höherer Reaktionsgeschwindigkeit.

„Unser Labor ist wie ein kleines Detektivbüro“

Ihre Arbeit beginnt in der Regel dort, wo andere nicht weiterkommen. Wenn Versuchsingenieure Auffälligkeiten feststellen. Wenn Werkstätten Bauteile reklamieren. Wenn Feldausfälle auftreten. Und das weltweit. China, USA, Europa: Die Herkunft spielt keine Rolle. Der Anspruch schon.

„Bevor ich Messtechnik einsetze, mache ich mir erst ein Bild im Kopf“, sagt die staatlich geprüfte Werkstofftechnikerin.

„Unser Labor ist wie ein kleines Detektivbüro: Wir machen uns auf die Spur von Fehlern und ermitteln, wo sie entstanden sein könnten. Im Material, in der Schweißnaht oder in der Anwendung.“

Sarah Sangermann

Erfahrung und Analyse greifen dabei ineinander, Schritt für Schritt, bis sich ein klares Bild ergibt.

High-End-Werkstofftechnik

Das Team, in dem Sarah arbeitet, analysiert Bauteile bis in Bereiche von rund 50 Mikrometern. Sie zerlegen, vergleichen, untersuchen. Erst visuell. Dann mikroskopisch. Dann noch tiefer. Dauerschwingbruch oder Materialeinschluss? Fehler im Härteprozess? Schweißparameter außerhalb der Toleranz? Oft liegt die Ursache in Details, die nur unter dem Rasterelektronenmikroskop sichtbar werden.

Bis zu 450 solcher Analysen fallen jedes Jahr an. Manche dauern Stunden, andere mehrere Tage. Am Ende steht kein Bauchgefühl, sondern ein Bericht. Ein technisches Gutachten. Eine Grundlage für fundierte Entscheidungen. „Manchmal passen wir Parameter noch am selben Tag an“, sagt Sarah. „Diese Geschwindigkeit ist ein echter Vorteil.“

Quality by BILSTEIN

Werkstoffanalyse als Treiber der Weiterentwicklung

Vor allem aber sind diese Analysen ein Instrument zur Weiterentwicklung. Sie sorgen dafür, dass Erkenntnisse nicht im Labor bleiben, sondern direkt in Prozesse einfließen. In die Auswahl von Werkstoffen. In die Auslegung von Bauteilen. In Fertigungsparameter, die dafür sorgen, dass BILSTEIN Produkte zuverlässig über viele Jahre hinweg funktionieren.

Genau hier liegt die Stärke der internen Werkstoffkompetenz bei BILSTEIN. Während viele Wettbewerber weiterhin auf externe Labore angewiesen sind, setzt BILSTEIN bewusst auf eigene Tiefe und unmittelbare Verfügbarkeit von Know-how. Ergebnisse stehen schnell zur Verfügung, Abstimmungen erfolgen direkt, Anpassungen können kurzfristig umgesetzt werden. Das Labor ist damit kein isolierter Prüfbereich, sondern ein aktiver Teil der Qualitäts- und Entwicklungsarbeit.

Quality by BILSTEIN

Werkstoffprüfung nach OE-Spezifikation

Sarah arbeitet dabei eng mit Versuchsingenieuren, Qualitätssicherung und Produktentwicklung zusammen. Regelmäßige Austauschrunden sorgen dafür, dass ihre Expertise früh in neue Projekte einfließt, lange bevor ein Produkt den Markt erreicht. Entscheidungen werden nicht vertagt, sondern fundiert getroffen.

Dass diese Arbeit nach den strengen Erstausrüstungsstandards der Automobilhersteller erfolgt, ist dabei selbstverständlich. Unabhängig davon, ob es sich um Serienprodukte oder Aftermarket-Komponenten handelt. Die Maßstäbe bleiben gleich. Und genau davon profitiert auch der Aftermarket: Von derselben Tiefe, derselben Sorgfalt, derselben Konsequenz.

Qualität wird bei BILSTEIN kontinuierlich weiterentwickelt

Was heute ein kleines, hochspezialisiertes Team ist, hat sich über Jahre entwickelt. Mit wachsendem Know-how, moderner Ausstattung und dem Anspruch, neue Materialien und Anforderungen nicht nur zu begleiten, sondern aktiv mitzugestalten. Qualität wird hier nicht verwaltet. Sie wird kontinuierlich weiterentwickelt.

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